Warum Bauträger und Banken aufeinander bauen sollten

- Zukunftsmodell Bankenpartnerschaft. Geschäftsführer Markus Irling stellt es vor

Banken suchen zunehmend nach neuen Geschäftsfeldern, um sicheren Ertrag generieren zu können. Nahezu alle sogenannten Universal- oder Vollbanken verfügen über eigene Immobilienabteilungen oder sogar eigene Tochtergesellschaften, die sich um Themen rund um die Immobilienvermarktung kümmern. Traditionell werden hier die eigenen Bankkunden bedient, entweder als Verkäufer oder Erwerber eines Grundstücks oder einer Immobilie, deren Verkauf oder Kauf die Bank organisiert. Doch auch andere Geschäftsmodelle sind denkbar, beispielsweise Partnerschaften mit Bauträgern wie Deutsche Bauwelten. Die Erfahrungen aus langjähriger Zusammenarbeit mit Banken wie der Sparkasse Mainfranken Würzburg, der Sparkasse Harburg-Buxtehude oder der Berliner Volksbank zeigen: Kooperationen zwischen Banken und Bauträgern sind ein Modell mit Zukunft.

Reihenhaussiedlung
Foto: DBW
Deutsche Bauwelten kann bereits auf erfolgreiche
Projekte mit Banken, hier der Sparkasse Harburg-Buxtehude, zurückblicken. Foto: DBW

Neue Chancen, vielfältige Geschäftsmodelle

Die Bank verdient so in Zukunft nicht nur durch den Verkauf eines ihr zur Verfügung gestellten Grundstückes, sondern auch aus den Hochbaumaßnahmen. Sie kann darüber hinaus umfangreich sogenanntes „Cross-Selling-Geschäft“ generieren: Neben der Finanzierung des Endkunden für Grundstück und Haus, können auch Vermittlungsgeschäfte zum Bausparen oder den für das Haus wichtigen Versicherungsprodukten platziert werden.

Viele Banken sind heute zudem „passivlastig“ aufgestellt. Das ist dann der Fall, wenn sie mehr Einlagen entgegennehmen, als sie Kredite ausreichen können. Die Situation, dass weniger Kredite gewährt werden können, hat sich seit dem 21. März 2016 noch einmal verschärft: Nach der nun im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankerten „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ der Europäischen Union sind die Banken verunsichert: Seither ist jeder Kreditantrag zu prüfen und so zu ermitteln, ob der Kreditkunde über die gesamte Laufzeit den Kredit sicher wird bedienen können.

Bei den derzeit sehr niedrigen Zinsen kann es trotz einer regelmäßigen Tilgung von z.B. zwei Prozent – anstelle von früher oftmals nur ein Prozent – zu einer theoretischen Gesamtkreditlaufzeit von 40 Jahren kommen. Potenzielle Kreditnehmer, die älter als 50 Jahre sind, bekommen – trotz bester Einkünfte – so plötzlich keine Finanzierung mehr, da der Kredit zu Lebzeiten vermutlich nicht zurückgezahlt werden kann. Bei jüngeren Menschen wird die Altersrentenerwartung geprüft, um festzustellen, ob sie die Kreditbelastung auch noch als Rentner tragen können und bei jungen Familien wird beispielsweise der Kinderwunsch geprüft, um festzustellen ob der Kredit noch bedient werden kann, wenn eine zusätzliche Person im Haushalt lebt und gegebenenfalls ein Elternteil aufgrund der Kinderbetreuung zeitweise nicht voll berufstätig sein kann.

Banken profitieren vom Wohnungsboom

Das Fazit: Banken haben also viel Geld, aber wenig Ertrag. In dieser Situation bietet es sich an, dass die Bank das Geld für sich arbeiten lässt. Sie kauft selbst Grundstücke, lässt diese von einem Bauträger wie Deutsche Bauwelten bebauen und kann dann die Immobilie halten und ertragreich vermieten. Oder sie bietet die Grundstücke zum Kauf an und profitiert als Vermittler der zu bauenden Häuser oder Wohnungen. Markus Irling bestätigt: „Zur Vermietung vorgesehener Wohnraum wird händeringend gesucht. Zur richtigen Lage, in der sich eine solche Investition lohnt, können wir die Bank verlässlich beraten. Seit nunmehr 85 Jahren hat Deutsche Bauwelten insbesondere mit unserer Schwestergesellschaft Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser in den Unternehmen der Mensching Holding GmbH über 45.000 Projekte als freistehende Einfamilienhäuser, Reihen- oder Doppelhäuser oder ganze Wohnanlagen fertig gestellt und an bis heute zufriedene Erwerber übergeben. Dabei sind wir Flächendeckend in ganz Deutschland aktiv.“
Immer dann, wenn sich ein Bankkunde – mit den richtigen Voraussetzungen für einen Kreditwunsch – für den Kauf einer Immobilie interessiert, kann die Bank ihn zukünftig aus dem eigenen Bestand bedienen. Steht die Immobilie am richtigen Platz, wird sie mit den Jahren wertvoller werden. Entweder steigen so die Mieterträge oder es wird irgendwann aus dem Weiterverkauf der Immobilie zusätzlicher Ertrag generiert. Aufgrund der Tatsache, dass pro Jahr in Deutschland derzeit rund 450.000 neue Wohnungen benötigt werden, gibt es zudem eine Vielzahl von seriösen Studien, die abbilden, welche Lagen gesucht werden. Seit geraumer Zeit wird dabei nicht mehr nur mehr von den „BIG 7“ gesprochen, also Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Düsseldorf, sondern zunehmend auch von sogenannten „Schwarmstädten“. Diese sind deshalb besonders attraktiv, weil es sich dort gut arbeiten, studieren oder „pensionieren“ lässt. Siehe GdW-Infografik.

Quelle: Die Grafik ist aus der Studie des GdW Schwarmstädte in Deutschland entnommen. Die gesamte Studie ist unter http://web.gdw.de/service/publikationen/2888-schwarmstaedte-in-deutschland-studie-im-auftrag-desgdw zu beziehen.